Bewahrung d. Schöpfung

 

"Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte."   1. Mose 2, 15

Natur, Lebensraum, Pflanzen, Tiere u. Menschen erhalten als Geschöpfe Gottes u. von ihm geliebt ihre Würde u. ihren Wert. Wir bekennen allsonntäglich im Gottesdienst den Glauben an "Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erden." Der biblische Schöpfungsbericht möchte vermitteln, dass Gottes Schöpfung eine gut gestaltete und geordnete Schöpfung ist, die wir Menschen anvertraut bekommen haben, nicht nur, um sie zu nutzen, sondern auch zu bewahren.
Von daher leitet sich christl. Schöpfungsverantwortung ab, mit all ihren ethischen Konsequenzen. Die schleichende Zerstörung der Schöpfung Gottes darf uns nicht gleichgültig lassen. Unser Auftrag, Gottes Wort ernst zu nehmen, bedeutet Glauben in Handeln umzusetzen.
Achtlose Zerstörung der Umwelt und gedankenlose Verschwendung ihrer Ressourcen sind letztlich Ausdruck von Gottlosigkeit und ethischem Werteverlust. Die Verehrung Gottes schließt sorgsamen Umgang mit seiner Schöpfung als auch als Lebensgrundlage zukünftiger Generationen ein.

Die AG "Bewahrung der Schöpfung" in unserer Pfarrei hat es sich zur Aufgabe gemacht, glaubwürdige Zeichen und Aktionen zur Bewahrung der Schöpfung zu setzen, die Vorbildcharakter haben, gemäß unserem Motto: "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern." Wir sehen es mit Freude, dass unsere Verbandsgemeinde Alzey-Land zu den wenigen Kommunen gehört, die ihren Energiebedarf zu weit über 130% mit erneuerbaren Energien deckt, also regenerativ mehr Strom in der VG erzeugt wird, als die 24.000 Einwohner verbrauchen.

"Im Geiste Jesu müssen nicht alle Umweltschützer Christen, aber alle Christen Umweltschützer sein." (Franz Alt, In: Der ökologische Jesus,1999)
Deshalb:

Wir beraten Sie gerne u. lassen Sie an unseren gemachten Erfahrungen partizipieren.

Kontakt:
- Herr Stefan Hanf (Fernsehjournalist, Streuobstwiesenpflege), Tel. 9097944
- Pfr. Tobias Kraft (Mitglied im kirchensynodalen Bauausschuss), Tel. 230
- Kirchenvorsteher Lutz Quester (Lehrer, Kirchlicher Umweltberater), Tel. 532
- Kirchenvorsteher Dr. Manfred Sauer, (Volkswirt, Mitglied im kirchensynodalen Ausschuss "Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung"), Tel. 748
- Herr Heinrich Steuerwald (Landwirt, Streuobstwiesenpflege)

- Frau Betina Wengenroth-Dittewig (Religionslehrerin), Tel. 299

 
Initiierte u. betreute Projekte:

- 1990: Anschaffung eines Schredders zum Ausleihen in der Pfarrei

- 1991: Durchführung u. wissenschaftl. Auswertung von Windmessungen zur Errichtung u. wirtschaftl. Betreibung von Windkraftanlagen im südl. Rheinhessen (gewürdigt mit dem Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz 1991).

- 1991: Einbau von Wärmedämmfenstern im Pfarrhaus u. Gemeindesaal Nieder-Wiesen

- 1991/92: Errichtung einer ca. 1 ha großen Streuobstwiese am Ortsausgang Nieder-Wiesen u. Übernahme der Bewirtschaftung

- 1992: Umstellung auf Gebrauch von Recycling-Papier im Gemeindebüro (wo technisch möglich)

- 1995: Verlegung der Gottesdienste in Bechenheim während der Passionszeiten ins Gemeindehaus zur Einsparung von Heizenergie

- 1995: Schleiereulenprojekt mit Nistkästen in allen drei Kirchen unserer Pfarrei und Übernahme der Betreuung.

- 1995: Einrichtung einer ständigen Kork-Sammelstelle auf der Terrasse des Ev. Gemeindehauses Bechenheim

- 1998: Bereitstellung eines Sammelgefäßes für Altbatterien auf der Terrasse des Ev. Gemeindehauses Bechenheim

- 2000: Fledermausprojekt mit Veränderung der Einfluglukenbreite in den drei Kirchen unserer Pfarrei.

- 2000: Entfernung der Nachtstromspeicherheizung im Ev. Gemeindehaus Nack, Ersatz durch energiesparende Flüssiggastherme

- 2000: Umstellung auf Öko-Strombezug in allen Gebäuden der Pfarrei

- 2001: Errichtung einer Photovoltaikanlage (4,8 kWp) auf dem Gemeindehausdach in Nack

- 2001: Austausch aller Glühlampen gegen Energiesparleuchten in allen Gebäuden der Pfarrei.

- 2002: Kleinere Wärmedämmmaßnahmen am Pfarrhaus u. Gemeindesaal Nieder-Wiesen

- 2004: Entfernung der Ölheizung im Pfarrhaus Nieder-Wiesen, Einbau einer Holz-Pelletsheizung

- 2005: Einbau neuer Wärmedämmfenster aus heimischem Holz im Ev. Gemeindehaus Nack 

- 2006: Obstbaum-Schneidekurs auf der Streuobstwiese

- 2006: Zertifizierung der Pfarrei durch "Brot für die Welt" anl. der Aktion "Gerecht genießen - 1000 Gemeinden trinken fair" (d.h. auschließlich Ausschank von Transfair-Kaffee bei Gemeindeveranstaltungen). Widmungsschild am Ev. Gemeindehaus Nack

- 2006: Anschaffung eines privateigenen Erdgasfahrzeuges (CNG) durch den Pfarrer auch zur Benutzung bei Dienstfahrten

- 2006: Aufstellung einer großen Informationstafel auf der Streuobstwiese über den Bestand der Obstbaumsorten

- 2007: Mitausrichtung des Dekanats-Jahresprojekts "natürlich - echt":
("Wasser-Wachsen-Neues Leben": Osterpilgerweg / "Gesegnet ist alles, was lebt u. webt - Gott, der Schöpfer der Welt": Kindergottesdienst-Projekt / Waldspaziergang für Familien (in Kooperation mit dem Forstamt Rheinhessen) / "Fleißige Bienen": Honigernte für Kinder, Eltern u. Interessierte (in Kooperation mit dem Kreisimkerverein Alzey) / "Honig u. Bienen in der Bibel": Vortrag mit Honigprobe / "natürlich-echt": Erntedank-Abschlussfest / "Schmeckt nicht - gibts nicht": Vortrag über Transfairkaffe mit Kaffeeparcour u. Kaffeeprobe

- 2007: Jahreskurs "Streuobstwiesen pflegen" mit dem Landschaftspflegeverband Rheinhessen-Nahe

- 2007: Start des "Apfelsaftprojekts" mit den Konfirmaden u. seitdem Verkauf eigenen Öko-Apfel-Direktsafts

- 2008: Errichtung eines "Insektenhotels" auf der Streuobstwiese

- 2008: Informationsveranstaltung "Macht Mobilfunk krank?"

- 2009: Bereitstellung eines Sammelgefäßes (BlueBoxx) für CDs u. DVDs im Ev. Gemeindehaus Bechenheim

- 2011: Energetische Vollsanierung von Pfarrhaus und Gemeindesaal Nieder-Wiesen

- 2011: Initiierung eines Beschlusses auf der Frühjahrssynode angesichts der Reaktorkatastrophe in Fukushima von Ökostrom-Bezug des Dekanats Alzey

- 2011: Neuanschaffung eines privateigenen Erdgasfahrzeuges (CNG) durch den Pfarrer auch zur Benutzung bei Dienstfahrten

- 2013: Anschaffung eines modernen Pelletofen für den Gemeinderaum des Ev. Gemeindehauses Bechenheim

- 2014: Projektierung und Errichtung einer Photovoltaikanlage (8,745 kWp) auf dem Dach des Ev. Gemeindehauses Bechenheim

- 2014: Teilumstellung der Beleuchtungskörper im Ev. Gemeindehaus Bechenheim auf stromsparende LED-Technik

- 2015: Projektierung und Errichtung einer Photovoltaikanlage (6,12 kWp) auf dem Dach des Pfarrhauses/Gemeindesaals Nieder-Wiesen

 

Impressionen unserer Streuobstwiese

 

Photovoltaikanlage auf dem Pfarrhaus Nieder-Wiesen

Wenige Monate nach Errichtung einer Photovoltaikanlage in Bechenheim wurde im März 2015 eine weitere Anlage auf dem Pfarrhausdach installiert. Ermöglicht durch einen erneuten Zuschuss des "Grüner-Strom-Label e.V." (www.gruenerstromlabel.de) wurde das Projekt unter dem Namen "Der Nieder-Wiesener Sonnenaufgang" konzipiert. Federführend war wieder Kirchenvorsteher und PV-Experte Dr. Manfred Sauer. Die Anlage hat eine Leistung von 6,12 kWp und erzeugt somit schöpfungsbewahrend den Strom, der in der Pfarrwohnung, im Gemeindebüro und im Gemeindesaal verbraucht wird.


Photovoltaikanlage auf dem Dach des Ev. Gemeindehauses Bechenheim

Im Sommer 2014 konnte auf dem Dach des Ev. Gemeindehauses in Bechenheim eine Photovoltaik-Anlage (8,75 kWp) in Betrieb genommen werden. Konzipiert von Kirchenvorsteher Dr. Manfred Sauer (Bechenheim) von der AG Bewahrung der Schöpfung wurde das Projekt unter dem Namen "Das Bechenheimer Sonnenfenster" auf den Weg gebracht . Zur Finanzierung beantragte der Kirchenvorstand einen Zuschuss aus dem Programm "SolidarSolar", dem bisher größten Förderprojekt des Grüner Strom Label e.V. (siehe unter www.gruenerstromlabel.de), sowie Darlehnsmittel der KfW, sodass die Finanzen der Ev. Kirchengemeinde in keinster Weise herangezogen wurden. In zehn Jahren wird durch Eigenstromnutzung und Erlöse durch Einspeisung ins Netz die Anlage die Mittel zur Darlehenstilgung selbst generiert haben. Doch gewichtig ist vor allem die ethische Komponente: So wird der Strom für das Gemeindehaus nun schöpfungsbewahrend erzeugt: CO²-neutral und atommüllfrei!

 

Moderner Pelletofen im Ev. Gemeindehaus Bechenheim

Im Zuge einer nötigen Heizungserneuerung beschloss der Kirchenvorstand Bechenheim für die künftige Beheizung des Gemeinderaumes einen modernen Pelletofen anzuschaffen, der am Palmsonntag, 24. März 2013 in Betrieb genommen werden konnte. Damit wird bei relativ geringen Invstitionskosten für die Zukunft eine drastische Einsparung des Heizölverbrauchs und damit der Heizkosten erreicht. Die CO² - neutrale Verbrennung ist ein Zeichen zur Bewahrung der Schöpfung und sorgt mit dem sichtbaren Flammenbild auch für eine optisch gefällige Form modernen Heizkomforts für alle Besucher des Ev. Gemeindehauses.

Freudige Gesichter bei der Inbetriebnahme eines Pelletofens für das Ev. Gemeindehaus  in Bechenheim: Küsterin Gisela Frey und die Kirchenvorsteher Dr. Manfred Sauer, Wilhelm Weitz und Hans-Walter Sauer (v.l.)

 

Die Sonne schickt uns keine Rechnung

Sie haben gut lachen: Pfr. Tobias Kraft (l.) erläutert MdB Klaus Hagemann (2.v.l.) an der Messtafel der Fotovoltaikanlage im Ev. Gemeindehaus Nack die momentan gelieferten Energiewerte. Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Alzey-Worms begleitet das Projekt gleichsam als Pate seit Errichtung im Jahre 2001 und ließ sich anlässlich eines Besuches in der Kirchengemeinde im Sommer 2009 über die Arbeit der "AG Bewahrung der Schöpfung" informieren. Aktuell hatten sich die Kosten der Anlage amortisiert; ca. 37.000 kwh wurden bisher produziert. Mit dabei: Lutz Quester (r.) u. Dr. Manfred Sauer aus dem Kirchenvorstand als Experten und Wegbereiter des Projekts.

Foto: Marco Sussmann

 

Errichtung eines Insektenhotels im April 2008 

Die Streuobstwiese der Ev. Pfarrei Nieder-Wiesen ist um eine Attraktion reicher geworden. Zu Christi Himmelfahrt am 1. Mai 2008 wurde im Rahmen eines Familiengottesdienstes ein großes Insektenhotel eingeweiht, das durch Gemeindeglied Erwin Edling eigenhändig angefertigt wurde. In liebevoller Detailarbeit fein gegliedert finden sich zahlreiche Unterschlupfmöglichkeiten für die verschiedensten Insekten und Kleinstlebewesen.
„Seit fünf Jahren reifte das Vorhaben in meinen Gedanken. Ich wollte einen Beitrag leisten für die Natur und die Bewahrung der Schöpfung Gottes“, so der rüstige Rentner. Bei Ortsimker und Gemeindeglied Armin Grohs fand Edling Unterstützung beim Aufstellen seines Werkes am Rande der Streuobstwiese.
„Jeden Tag verschwinden durch unseren Lebenswandel 150 Tier- und Pflanzenarten von der Erde. Das ist erschreckend!“, so Pfarrer Tobias Kraft während der Einweihung. „Wir spielen Evolution rückwärts! Der Einsatz von Erwin Edling zeigt, dass es auch anders geht.“
Gerade das Fest Christi Himmelfahrt erinnere daran, dass die Jünger damals nach Jesu Abschied selber Verantwortung übernehmen mussten. So sind die Christen heute ebenfalls in die Verantwortung gerufen, zum Beispiel zur Bewahrung der Schöpfung. Aus Gottes Geist heraus sollen die Erde und ihre Schönheit erhalten werden. „Hier ist das Engagement von Erwin Edling beispielhaft“, lobte Kraft, handele es sich zudem um ein Fünf-Sterne-Hotel für Insekten.
Nach dem Gottesdienst feierten alle Teilnehmer mit einem Schluck Öko-Apfelsaft von der eigenen Streuobstwiese die Einweihung. Imker Armin Grohs erläuterte den Zweck der zahlreichen Bohrlöcher und der verschiedenen Kammern und zeigte sich überzeugt, dass die ersten Gäste des Insektenhotels schon bald einziehen werden.

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